Orthopaedische Erkrankungen bei der Katze – Vordergliedmasse

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Was beschreibt der Begriff "Stressprotektion" in der Osteosynthese?
Eine zu rigide Frakturversorgung, die physiologische Stimuli und Kräfte neutralisiert und somit zum Knochenabbau führt.
Die zusätzliche Verbandsbehandlung bei einer Plattenosteosynthese, um die Platte vor supraphysiologischen Kräften zu schützen.
Die Limitierung von maximal 5 Osteosynthesen / Tag, um den Chirurgen vor zu viel Stress zu schützen.
Die Verwendung von zusätzlichen Schraubenköpfen bei der winkelstabilen Plattenosteosynthese, um die Platte vor Plattenbruch im Schraubenloch zu schützen.
 
Was beschreibt der Begriff "Destabilisierung" in der Osteosynthese?
Unter Destabilisierung versteht man die partielle Myotomie kontrahierter Muskeln zur besseren Reposition diaphysärer Frakturen.
Unter Destabilisierung versteht man die progressive Gelenklaxizität der kontralateralen Gliedmaße bei Frakturen der Vorder- oder Hintergliedmaße.
Unter Destabilisierung versteht man die partielle Implantatentfernung zur Stimulation der Knochenheilung bei rigiden Frakturversorgungen.
Unter Destabilisierung versteht man die Distraktionsosteogenese zur Verlängerung verkürzter Gliedmaße.
 
Welche Aussage zur Röntgenverlaufskontrolle nach operativer Frakturversorgung ist richtig?
Da Plattenosteosynthesen deutlich stabiler sind als Osteosynthesen mit Fixateur externe ist eine Röntgenkontrolle bei Plattenosteosynthesen nur bei Implantatentfernung notwendig.
Frakturversorgungen mit Fixateur externe sollten tendenziell früher kontrollgeröngt werden als Plattenosteosynthesen.
Da ein Fixateur externe stets entfernt werden muss ist eine Röntgenkontrolle nur bei Lockerung notwendig.
 
Wann sollten laut Literaturempfehlungen Metacarpaliaserienfrakturen operativ versorgt werden?
Bei Dislokation von mehr als 50%.
Bei 2 oder mehr Frakturen pro Pfote.
Bei Beteiligung der Mc III und IV.
Bei Gelenkfrakturen.
Alle sind korrekt.
 
Zur Behandlung der felinen Osteoarthrose gilt für Frunvetmab?
Es ist ein monoklonaler Antikörper gegen Nerve Growth Factor (NGF).
Es ist ein monoklonaler Antikörper gegen Tumor Nekrose Faktor (TNF).
Es ist Cyclooxgenase-2 (COX 2) spezifisch.
Es hemmt die Phospholipase A2.
 
Die Osteochondrodysplasie der Scottish Fold Katze...
...führt zu einer Störung des Knochenwachstum und der Gelenkknorpelausbildung und in Folge zur Skeletentwicklungsstörungen.
...wird ausschließlich homozygot vererbt.
...ist bei frühzeitiger Diagnose mit entsprechender medikamenteller Therapie reversibel.
...führt in der Regel zu röntgenologischen Veränderungen ohne klinische Relevanz.
 
Die spezielle orthopädische Untersuchung der Gliedmaße...
...dient v.a. dazu Asymmetrien der Gliedmaße festzustellen.
...sollte stets von distal nach proximal erfolgen.
...sollte stets von proximal nach distal erfolgen.
...dient v.a. zur Feststellung etwaiger Muskelatrophien.
 
Warum sollte bei der Versorgung von Gelenkfrakturen eine primäre Knochenheilung erzielt werden?
Diese ist erheblich schneller als die sekundäre Frakturheilung.
Nur so ist eine anatomisch korrekte Frakturheilung möglich.
Nur so kann ausreichend Kallus gebildet werden.
Diese senkt das Risiko von Osteomyelitiden.
 
Welche Aussage zur Osteoarthrose bei der Katze ist korrekt?
Ca. 12% der Katzen über 9 Jahre zeigen Osteoarthrose bedingte Lahmheiten.
Ca. 90% der Katzen über 12 Jahre zeigen röntgenologische Veränderungen im Sinne einer Osteoarthrose.
Osteoarthrose bedingte röntgenologische Veränderungen bei Katzen verursachen i.d.R. ausgeprägte Lahmheiten.
Die Osteoarthrose der Katze lässt sich stets röntgenologisch nachweisen.
 
Was trifft auf röntgenologische sichtbare knöcherne Zubildungen am medialen Epicondylus humeri zu?
Diese sind in der Regel Hinweise für Osteosarkome.
Diese sind i.d.R. Zufallsbefunde und ohne klinische Relevanz.
Diese sollten bei entsprechender Klinik entfernt werden.
Diese führen in aller Regel zu ausgeprägten Lahmheiten und sollten daher frühzeitig entfernt werden.