Fast alle diabetischen Hunde entwickeln innerhalb der ersten 18 Monate nach Diagnosestellung eine Katarakt und erblinden. Unbehandelt ist die Komplikationsrate bis hin zum Verlust des Auges hoch, da die linseninduzierte Uveitis häufig zu einer Netzhautablösung und zu einem schmerzhaften Sekundärglaukom führt. Die Diagnose wird im Rahmen einer frühzeitigen Augenuntersuchung gestellt. Die zeitnahe lokale entzündungshemmende Therapie ist maßgeblich für einen positiven Verlauf. Die Katarakt kann bei guter Prognose operiert werden. Eine lebenslange lokale Dauertherapie bei regelmässigen ophthalmologischen Kontrolluntersuchungen ist (mit und ohne Operation) notwendig, um die Komplikationen gering zu halten.
Die Erfolgsrate bei operativer Therapie ist hoch, die meisten diabetischen Hunde erlangen postoperativ ein gutes Sehvermögen und eine enorme Verbesserung der Lebensqualität. Dennoch ist zu berücksichtigen, dass Operation und Nachsorge eine Herausforderung darstellen können.
Sprache: Deutsch
Aufnahme vom 22.08.2024
2 Bildungsstunden laut Bildungsordnung der Österreichischen Tierärztekammer.
Anerkannt durch die ÖTK für 2 Stunden FTA Kleintiere.
Eine Anerkennung nach § 10(4) der ATF-Statuten als Pflichtfortbildung für ATF-Mitglieder ist möglich.
Die Anerkennung nach den Richtlinien der Gesellschaft der Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte ist möglich.
Die Anerkennung von ÖTK Bildungsstunden ist unter der Voraussetzung eines positiven Abschlusses der Wissensprüfung im genannten Zeitraum genehmigt und gilt von: 22.08.2024 - 21.08.2025.
Referent:In
Ingrid Allgoewer
Dr. med. vet. Ingrid Allgoewer DECVO