Der Bereich zwischen 5 bis 25 °C gilt als thermoneutrale Zone für Pferde, innerhalb derer können erwachsene gesunde Tiere ihre eigene Körpertemperatur sehr effizient regulieren, um die Normaltemperatur von 37.5 – 38.5°C aufrecht zu erhalten. Übermässige Hitze macht Pferden jedoch häufig mehr zu schaffen als eisige Kälte, und unter gewissen Umständen wird die Regulierungskapazität des Pferdekörpers überschritten. Starke Anstrengung bei heißem oder heiß-feuchtem Klima kann zu einer Ansammlung von Körperwärme führen und in Hitzestress resultieren, wenn die Wärme nicht ausreichend über Schwitzen und Evaporation reduziert wird. Von Hitzeunverträglichkeit spricht man dann, wenn Pferde unter den Folgeerscheinungen der anhaltend erhöhten Körpertemperatur leiden, was in Dehydratation, Hitzeschlag und Kollaps enden kann. Im Falle einer Überhitzung gilt es, diese Anzeichen rasch zu erkennen und mit effizienter Kühlung und unterstützenden Maßnahmen einzugreifen.
Sprache: Deutsch
Wir danken der VÖP für die freundliche Unterstützung.
Aufnahme vom 27. Juli 2023
Speaker:
Muriel Sacks
Dr. med. vet. Muriel Sacks MVetClinStud, MVetIntMed, Dipl. AVCIM
zahlreichen Tierschutzprojekten mitgearbeitet, in Australien sowie auch in Asien und Afrika.
Zwischen 2018 und 2022 habe ich ein Internship und Residency in Pferdemedizin an der Universität Murdoch absolviert, und Anfang 2023 den Titel des amerikanischen college für interne Medizin erhalten. Nun bin ich zurück in Europa und arbeite momentan in einer Pferdeklinik in Oberbayern - und freue ich auf den ersten (heissen) Sommer zurück auf dem Heimatkontinent!