Stressreaktionen wie Fight, Flight, Freeze oder Fiddle spielen im tierärztlichen Praxisalltag eine zentrale Rolle und beeinflussen sowohl die Sicherheit des Teams als auch das Tierwohl. Subtile Stresssignale werden dabei häufig übersehen oder fehlinterpretiert, was zu Eskalationen, erhöhtem Verletzungsrisiko und einer negativen Praxisassoziation beim Patienten führen kann.
In diesem praxisorientierten Webinar werden typische 4F-Reaktionen des Hundes anhand von Videobeispielen vorgestellt und in ihren klinischen Kontext eingeordnet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Differenzierung zwischen Angst, Frustration, Stressüberlastung sowie schmerzassoziierten Reaktionen.
Darüber hinaus werden konkrete, umsetzbare Strategien für den sicheren und stressarmen Umgang im Untersuchungsraum vermittelt. Ziel ist es, Eskalationen frühzeitig zu vermeiden und die Behandlungsqualität nachhaltig zu verbessern.
Sprache: Deutsch
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Wir danken der Firma Stress Free Pets für die freundliche Unterstützung.
Altavoz:
Alja Mazzini
Dr.vet.med., MSc CAB, GPCert (AnBeh)
Derzeit ist sie Doktorandin an der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern und forscht im Bereich Verhaltensneurowissenschaften mit Schwerpunkt auf Motivation, Lernverhalten und suchtähnlichen Prozessen beim Hund.
Sie ist Fear Free Certified Professional und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in klinischer Praxis, Forschung und Verhaltensberatung im internationalen Kontext. Im Rahmen ihrer Tätigkeit arbeitete sie in verschiedenen tierärztlichen Einrichtungen sowie mit international anerkannten ExpertInnen zusammen.
Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt auf stress- und angstbedingten Verhaltensproblemen sowie deren differenzierter diagnostischer Einordnung im tierärztlichen Setting. Dabei verbindet sie verhaltensmedizinische und somatische Aspekte und berücksichtigt insbesondere auch medizinische Ursachen von Verhaltensveränderungen.
Neben ihrer klinischen Tätigkeit ist sie in der Fortbildung von TierärztInnen aktiv und tritt regelmäßig als Referentin auf internationalen Kongressen im Bereich Verhalten und Tierwohl auf.